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USS Bowfin

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Text:

Michael E. Fader

Pictures:

Andy Herzog

 
 

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Die USS Bowfin (SS-287) ist ein U-Boot der amerikanischen Balao-Klasse, welches die U.S. Navy während des Zweiten Weltkrieges im Pazifikkrieg gegen Japan und während des Kalten Krieges einsetzte. Seit 1981 liegt die Bowfin als Museumsschiff in Pearl Harbor unweit der beim japanischen Überfall am 7. Dezember 1941 versenkten und als Gedenkstätte hergerichteten Arizona. Sie wurde im November 1982 als Bauwerk in das National Register of Historic Places eingetragen. Die Bowfin kann dort besichtigt werden. Seit dem 14. Januar 1986 ist das U-Boot ein National Historic Landmark.

(Photo courtesy Andy Herzog)

(Photo courtesy Andy Herzog)

(Photo courtesy Andy Herzog) (Photo courtesy Andy Herzog)

Die Bowfin war ein dieselelektrisches Patrouillen-U-Boot der Balao-Klasse. Die Balao-Klasse wurde gegenüber der Gato-Klasse nur geringfügig verbessert und war für lange offensive Patrouillenfahrten im Pazifik ausgelegt. Insbesondere die Tauchtiefe wurde, basierend auf den Erfahrungen während des Krieges gegen Japan, vergrößert und der Innenraum verbessert. Äußerlich und in ihren Dimensionen glichen sich die Boote beider Klassen weitgehend.

Die Bowfin ist 95 Meter lang und 8,3 Meter breit, der Tiefgang betrug maximal 5,1 Meter. Aufgetaucht verdrängte sie 1'526 ts, getaucht 2'424 ts. Der Antrieb erfolgte durch vier 16-Zylinder-Dieselmotoren von General Motors, Modell 16-278A, die je 1'350 PS lieferten. Unter Wasser wurde das U-Boot durch vier Elektromotoren mit insgesamt 2740 PS angetrieben, die ihre Energie aus zwei 126-zelligen Akkumulatoren bezogen. Die Motoren gaben ihre Leistung über ein Getriebe an zwei Wellen mit je einer Schraube ab. Die Geschwindigkeit betrug aufgetaucht maximal 20,25 Knoten, getaucht schaffte die Bowfin noch 8,75 Knoten. Die mögliche Tauchzeit betrug 48 Stunden, die maximale Tauchtiefe lag bei 120 Metern. In den Treibstofftanks konnten 440 Kubikmeter Dieselkraftstoff gebunkert werden, damit hatte das Boot einen Fahrbereich von 11.000 Seemeilen bei 10 Knoten Fahrt.

(Photo courtesy Andy Herzog)

(Photo courtesy Andy Herzog)

(Photo courtesy Andy Herzog) (Photo courtesy Andy Herzog)

(Photo courtesy Andy Herzog)

(Photo courtesy Andy Herzog)

(Photo courtesy Andy Herzog) (Photo courtesy Andy Herzog)

Die Hauptbewaffnung bestand aus zehn 533-mm Torpedorohren, sechs im Bug, vier achtern, für die sich 24 Torpedos an Bord befanden. Vor dem Turm war ein 102-mm Deckgeschütz angebracht. Auf dem "Wintergarten" waren zwei 12,7-mm-Maschinengewehre und zwei 20-mm-Maschinenkanonen zur Flugabwehr untergebracht. Zur Ortung feindlicher Schiffe verfügte die Bowfin über ein JK/QC- und ein QB-Sonar unter dem Bug, an Deck waren JP-Hydrophone installiert. Am ausfahrbaren Elektronikmast war ein SD-Radar mit 20 Seemeilen Aufklärungsreichweite zur Ortung feindlicher Flugzeuge angebracht, zusätzlich verfügte das U-Boot über ein SJ-Oberflächensuchradar mit etwa zwölf Seemeilen Reichweite. In getauchtem Zustand konnte über das am Periskop angebrachte ST-Radar mit acht Seemeilen Reichweite ebenfalls eine Ortung feindlicher Schiffe erfolgen.

Die USS Bowfin machte insgesamt 9 Einsatzfahrten in den Pazifik und versenkte dabei 28 Schiffe und einen Bus!

Am 16. Juli 1944 verliess die USS Bowfin Hawaii und nahm Kurs auf die Ryūkyū-Inseln. Bis zum 9. August 1944 stiess sie auf keine nennenswerten Ziele, bis ihre Besatzung vier Schiffe sichtete, die auf den Hafen von Minami Daitō zusteuerten. Sie folgte ihnen bis in den Hafen und feuerte, nachdem diese angelegt hatten, ihre Bugtorpedos ab, wodurch zwei Schiffe versenkt und ein drittes beschädigt wurden. Ein verirrter Torpedo traf ein Dock und schleuderte einen Bus ins Wasser – ein Vorfall, der später in die Handlung der Cary Grant Komödie „Operation Petticoat“ aus dem Jahr 1959 einfloss (Grant schreit im Film „Wir haben einen Lkw versenkt!“, nachdem eine Krankenschwester an Bord versehentlich eine Fehlzündung verursacht hatte).

(Photo courtesy Andy Herzog)

(Photo courtesy Andy Herzog)

(Photo courtesy Andy Herzog) (Photo courtesy Andy Herzog)
     

(Photo courtesy Andy Herzog)

(Photo courtesy Andy Herzog)

   

Diese Bilder sind von Andy Herzog der im Januar 2006 auf Hawaii war und die USS Bowfin (SS-287) und die USS Missouri (BB-63) besuchte


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last update 1. March 2013

written 1. March 2013

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