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Vorläufer des Geschwaders
war das ab Oktober 1952 in Kamenz aufgestellte 2. Fliegerregiment,
Tarnbezeichnung Volkspolizeidienststelle (VPD) 600/2, am 1. Dezember
1954 umbenannt in 1. Kommando des 2. „Aeroklubs“ in Drewitz (auch
KVP-Dienststelle 700), neben der VP-Luft eine der getarnten
Vorläuferorganisationen der Luftstreitkräfte der DDR. Die ersten
Flugzeugführer und das Bodenpersonal erhielten ihre Ausbildung sowohl in
der DDR als auch in der Sowjetunion.
Im Juni 1953 zog das 2. Fliegerregiment auf seine Heimatbasis Drewitz um
und nahm im selben Jahr mit Jak-18-Schulflugzeugen, die aus
Verschleierungsgründen mit dem Hoheitszeichen der Roten Armee versehen
waren, den Flugbetrieb auf. 1955 und 1956 kamen Schuljäger Jak-11 hinzu.
Am 26. September 1956 wurde der Verband offiziell als Fliegergeschwader
7 (FG-7) in die im selben Jahr gegründete Nationale Volksarmee
übernommen. Zu diesem Zeitpunkt verfügte das FG-7 bereits über neun
Strahljäger MiG-15bis sowie vier Übungsjäger MiG-15UTI. Ab 1959 erfolgte
die Umschulung auf die leistungsstärkere MiG-17. Am 1. Januar 1961 wurde
an die Einheit die endgültige Bezeichnung Jagdfliegergeschwader 7
(JFG-7) vergeben, das Kürzel wurde im Laufe der Zeit auf JG-7 reduziert.
Am 1. November selben Jahres wurde die Einheit der 1. LVD in Cottbus
unterstellt, bis dahin war sie Teil der 3. LVD
(Luftverteidigungsdivision). 1970 erhielt das Geschwader die ersten
MiG-21-Abfangjäger der Versionen SPS und MF. Von 1964 bis 1971 war im
JG-7 die Zieldarstellungsstaffel 21 (ZDS-21) mit Jak-18- und
Il-28-Frontbombern integriert. Sie wurde am 24. April 1971 an die 3.
Luftverteidigungsdivision abgegeben. Zeitgleich begann die Aufstellung
des Jagdbombenfliegergeschwaders 31 (JBG-31), die am 1. Oktober
abgeschlossen war. Beide Einheiten waren zukünftig am selben Standort
stationiert. Am 1. März 1972 wurde dem Geschwader der Traditionsname
„Wilhelm Pieck verliehen.“ Von 1983 bis 1986 verfügte das JG-7 über 40
MiG-21M und sechs zweisitzige MiG-21U-Schuljäger. |