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  AERO 2026 Friedrichshafen
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Text:

Michael E. Fader

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Michael E. Fader


 

 

(Picture courtesy Messe FriedrichshafenGmbH.)

(Picture courtesy Messe FriedrichshafenGmbH.)

   

Rund 860 Aussteller aus 50 Nationen sind an der diesjährigen Ausgrabe der AERO in Friedrichshafen vom 22 - 25 April 2026 vertreten. Wings-Aviation konnte schon vor der Eröffnung sich ein Bild der Messe machen, die sich als globale Leitmesse für die General Aviation, die Business Aviation und den Luftsport, wie Tobias Bretzel, Projektleiter AERO sagte.

Die AERO ist für die Allgemeine Luftfahrt, die Business Aviation und den Luftsport. Präsent sind Fluggeräte von der zivilen Drohne über Ultraleichtflugzeuge und Gyrocopter, Helikopter, Reise- und Trainingsflugzeuge mit Kolbenmotor oder Turboprop-Antrieb bis hin zu Businessjets gedacht. Neue Antriebssysteme, Elektroflug, modernste Avionik, Dienstleistungen und Zubehör für Piloten sind weitere Schwerpunkte. Diese Themenbereiche spiegeln sich auch in den AERO Conferences wider und machen Europas grösste Veranstaltung der Allgemeinen Luftfahrt dadurch auch zu einer wichtigen Plattform für Wissensaustausch und Weiterbildung.

     

Intro

   

In einer Diskusionsrunde unter der Leitung von Cate Brancart (Director, European Safety & Sustainability Development des Industrieverbands General Aviation Manufacturers Association) mit Svenja Wortmann (Managing Director des Business-Aviation-Unternehmens DC Aviation Group), Daniel Günter (COO von Flight Design), Katrin Mayrhofer (COO und Mitbegründerin des Drohnenherstellers ELSA Industry) und Tobias Bretzel (Projektleiter AERO bei der Fairnamic GmbH) wurde über die Zukunft der Luftfahrt diskutiert.

  • Svenja Wortmann betonte, dass die Allgemeine Luftfahrt ein Luxus ist sondern grossen Nutzen hat. Insbesondere bei der Luftrettung, Ausbildung, Feuerlöschung und Transport. Innovationen werden schnell umgesetzt im Bereich der Elektroantriebe für Flugzeuge ist die Branche Taktgeber.

  • Katrin Mayrhofer hob hervor, dass der Wasserstoffantrieb für Flugzeuge entwickelt wird und die Zukunft darstellt. Auf der anderen Seite wurde das zu enge Regelwerk kritisiert, das Innovationen behindert und Investitionen, vor allem in Deutschland, behindert.

  • Katrin Mayrhofer wies in einem weiteren Diskussionspunkt darauf hin, dass dei Ausbildung vom Mechanikern "blue-collar" teilweise nicht vorhanden ist und somit nicht genügend Arbeitskräfte zur Verfügung stünden. Auch wurde das schlechte Ansehen dieser Berufsgattung zu den akademischen Berufen kritisiert, die Neuanstellungen schwierig machen.

  • Im allgemeinen wurde eine Integration von Drohnen in die Luftraumkontrolle gefordert, da dieser Anteil der Fliegerei exponzielle Zuwächse verzeichnet und die bisherigen Regelen, also die eher unkontrollierte Vorgehensweise, nicht mehr fuktionieren.

   

(Picture courtesy Michael E. Fader)

(Picture courtesy Michael E. Fader)

(Picture courtesy Michael E. Fader)

(Picture courtesy Michael E. Fader)

(Picture courtesy Michael E. Fader)

     

Impressionen

   

Im vergangenen Jahr wurden weltweit über 4'150 Flugzeuge (inklusive Hubschrauber) aus der Allgemeinen Luftfahrt und der Business Aviation an Kunden ausgeliefert. Die Branche ist mit kräftigem Rückenwind in das Jahr 2026 gestartet. Der Gesamtumsatz der Branche überschritt 2025 die Marke von 35 Milliarden US-Dollar.

Wings-Aviation beschränkt sich auf einige der Highlights und Neuigkeiten der diesjährigen Messe.

   

Hubschrauber der Bundeswehr (Heer), NH-90, Bo-105 uns Sikorsky Sea Stallion (Picture courtesy Michael E. Fader)

Tecnam P212 (Picture courtesy Michael E. Fader)

Learjet 60XR (Picture courtesy Michael E. Fader)

   

Piaggo P.180 Avanti (Picture courtesy Michael E. Fader)

Piaggo P.180 Avanti (Picture courtesy Michael E. Fader)

Piaggo P.180 Avanti (Picture courtesy Michael E. Fader)

Black Shape Aircraft Prime (Picture courtesy Michael E. Fader)

Black Shape Aircraft Prime (Picture courtesy Michael E. Fader)

   

Aerospool WT-9 Dynamic(Picture courtesy Michael E. Fader)

Diamond DA50RG (Picture courtesy Michael E. Fader)

Diamond DA-42NG Twin Star (Picture courtesy Michael E. Fader)

BRM Aero Bristell B23-916 (Picture courtesy Michael E. Fader)

Cessna 172S Skyhawk (Picture courtesy Michael E. Fader)

   

Cessna 208 Caravan (Picture courtesy Michael E. Fader)

Cessna 208 Caravan (Picture courtesy Michael E. Fader)

Cessna Skycourier (Picture courtesy Michael E. Fader)

Cessna Skycourier (Picture courtesy Michael E. Fader)

Cessna Citation Ascendent (Picture courtesy Michael E. Fader)

   

Volocopter & EVOcopter

   

Ein wirklich innovatives Konzept ist der Volocopter der am 17. November 2013 seinen Erstflug hatte. Eine Art Hubschrauber mit 18 Elektromotoren das aussieht wie ein überdimensionaler Quadrocopter. Die Steuerung kommt ohne mechanische Komponenten aus und erfolgt ausschliesslich über Drosselung oder Erhöhung der Leistung einzelner Motoren erreicht. Die Reichweite resp. Flugdauer beträgt ca. 1 Stunde. Anlässlich der AERO 2014 wurde diese Konzept erstmals vorgestellt. Bis heute ist noch kein Exemplar verkauft oder die Maschinen zertifikiert.

Weitaus weiter und in kürzerer Zeit von nur 5 Jahren realisiert ist der Classix von EVOcopter der 2025 zertifikiert wurde und nun verkauft wird. Der Classicx ist, wie der Name schon suggeriert, ein Konventioneller Leichthubschrauber in der Klasse des Robin R-22. Die Maschine wird von einem klassischen Lycominng O-360J2A Boxermotor ausgerüstet. Die Maschine ist konsequent aus Kohlefaser konstruiert. Der Lycominng O-360J2A Motor mit 6 Liter Hubraum ist ein Vorteil für den Hubschrauber, so sind Ersatzteile und Service für diesen Motor Weltweit verfügbar. Der grösste Nachteil war jedoch das Verhältnismässig hohe Gewicht des Motors zur Leichtkonstruktion des Hubschraubers wie Paul Reessle hervorhob.

   

Volocopter (Picture courtesy Michael E. Fader)

Volocopter (Picture courtesy Michael E. Fader)

EVOcopter (Picture courtesy Michael E. Fader)

EVOcopter (Picture courtesy Michael E. Fader)

EVOcopter (Picture courtesy Michael E. Fader)

   

Kälin Aero

   

Kälin Aero aus Oberndorf-Hochmössingen stellte als Neuigkeit die B-100C vor. Die B-100C ist ein Trainingsflugzeug in Leichtbauweise, die nur 600 Kg schwere Maschine verfügt über einen Edge-Performance-Motor mit 130 PS der die Maschine auf bis zu 341 Km/h bringt. Mit der B-100C will die Kälin Aero in einen stark umkämpften Markt von Trainingsflugzeugen einsteigen. Es ist abzuwarten ob sich dieses Konzept in Leichtbauweise durchsetzen wird.

   

Kaelin B-100C (Picture courtesy Michael E. Fader)

Kaelin B-100C (Picture courtesy Michael E. Fader)

Kaelin B-100C (Picture courtesy Michael E. Fader)

Kaelin B-100C (Picture courtesy Michael E. Fader)

Kaelin B-100C (Picture courtesy Michael E. Fader)

   

Daher & TBM

   

Daher Aircraft und Rheinland Air Service stellen an einem gemeinsamen Stand zwei neue Flugzeuge vor. Daher präsentierte die Kodiak 900 einer verlängerte und optimierte Version der Quest Kodiak 100 vor. Sie ist rund 1.10 Meter länger und verfügt über einen fest unter dem Rumpf befindlichen Cargo-Behälter, Die Maschine ist auch von einem leistungsfähigeren PT6A Turboprop-Triebwerk angetrieben der die Höchstgeschwindigkeit auf 210 Kn erhöht. Die Daher Kodiak 900 ist konsequent auf Mehrzweckeinsätze ausgelegt.

Mit der TBM 980 wurde das neueste Mitglied der erfolgreichen TBM-Flugzeugfamilie vorgestellt. Die TBM 980 ist mit einem Touchscreen-gesteuerten Cockpit ausgerüstet. In der Kabine verfügen die sechs Sitze über USB-C-Anschlüsse und ein Starlink-Verbindung ist vorhanden.

   

Daher Kodiak 900 (Picture courtesy Michael E. Fader)

Daher Kodiak 900 (Picture courtesy Michael E. Fader)

Daher Kodiak 900 (Picture courtesy Michael E. Fader)

   

Daher Kodiak 900 (Picture courtesy Michael E. Fader)

TBM 980 (Picture courtesy Michael E. Fader)

TBM 980 (Picture courtesy Michael E. Fader)

Daher Kodiak 900 (Picture courtesy Michael E. Fader)

Daher Kodiak 900 (Picture courtesy Michael E. Fader)

   

Junkers

   

Die Geschichte von JUNKERS Aircraft reicht über ein Jahrhundert zurück und wurde von Professor Hugo Junkers (1859–1935) massgeblich geprägt. Seine revolutionären Patente setzten neue Massstäbe in der Luftfahrt des 20. Jahrhunderts. Die heutige JUNKERS Aircraft GmbH führt diese Tradition fort und verbindet historische Ingenieurskunst mit modernster Technologie. Die JUNKERS Aircraft GmbH aus Oberndorf-Hochmössingen stellte an der AERO in Friedrichhafen drei Modelle aus.

Die JUNKERS A50 Junior ist ein 600 kg leichtes Ultraleichtflugzeug, inspiriert vom historischen Modell aus dem Jahr 1929. Als moderner Tiefdecker verbindet sie klassisches Design mit neuester Technik. Serienmässig ausgestattet mit einem Rotax 912iS-Vierzylinder-Einspritzmotor (100 PS), einem Zweiblatt-Holzpropeller.

Die JUNKERS A50 Heritage ist eine eng an das Original angelehnte Rekonstruktion des historischen Vorbilds aus den 1920er-Jahren. Im Gegensatz zur A50 Junior verfügt die Heritage-Version über einen Sieben-Zylinder-Sternmotor (Verner Scarlett 7U, 124 PS). In Kombination mit einem Holzpropeller und analogen Rundinstrumenten bietet sie ein authentisches Retro-Flugerlebnis. Pilot und Passagier sitzen in der A50 Heritage in Tandemanordnung.

Die JUNKERS A60 ist eine moderne Weiterentwicklung der A50 Junior. Sie hat ein festes Dreibeinfahrwerk sowie nebeneinander angeordnete Sitze sorgen für hohen Komfort und ein verbessertes Fluggefühl. Die geschlossene Haube bietet zusätzlichen Schutz; optional ist die A60 auch als Cabriolet erhältlich und kann offen oder geschlossen geflogen werden. Der Umbau von einer Konfiguration zur anderen erfolgt in wenigen Minuten wie an der Ausstellung vorgeführt wurde.

Das von luxuriösen Sportwagen inspirierte Interieur verbindet Eleganz mit hochwertigen Materialien. Serienmässig ist die A60 mit Garmin-Avionik, Beringer-Bremsen und einem Galaxy-Rettungssystem ausgestattet. Ein Edge-Performance-Motor mit 130 PS kommt zum Einsatz. Anlässlich des Medientages am 21. April 2026 übergab ein Vertreter der DULV (Deutscher Ultraleichtflugverband e.V.) dem Hersteller die Zulassungsurkunde für sein neuestes Muster, die JUNKERS A60.

Im Sommer 2025 hat JUNKERS einen neuen Standort am Giovanni-Nicelli-Flugplatz (Venedig-Lido) in Italien eröffnet. Fast 100 Jahre nach den ersten kommerziellen Flügen mit JUNKERS-Flugzeugen in Italien kehrt die Marke damit an diesen historischen Ort zurück“, sagt Dieter Morszeck der Initiator von Junkers Aircraft und einer der beiden Geschäftsführer. Italien zählt zu den wichtigsten Märkten für JUNKERS und spielt eine Schlüsselrolle in der europäischen Expansion des Unternehmens.

   

(Picture courtesy Michael E. Fader)

Junkers A50 Junior (Picture courtesy Michael E. Fader)

Junkers A50 Junior (Picture courtesy Michael E. Fader)

Junkers A50 Junior (Picture courtesy JUNKES Aircraft GmbH)

Junkers A50 Heritage (Picture courtesy Michael E. Fader)

   

Junkers A50 Heritage (Picture courtesy Michael E. Fader)

Junkers A50 Heritage (Picture courtesy JUNKERS Aircraft GmbH

Junkers A50 Heritage (Picture courtesy Michael E. Fader)

(Picture courtesy Michael E. Fader)

Junkers A60 (Picture courtesy Michael E. Fader)

   

Junkers A60 (Picture courtesy JUNKERS Aircraft GmbH)

Junkers A60 (Picture courtesy JUNKERS Aircraft GmbH)

Junkers A60 (Picture courtesy JUNKERS Aircraft GmbH)

Junkers A60 (Picture courtesy Michael E. Fader)

Junkers A60 (Picture courtesy Michael E. Fader)

Die 32te Ausgabe der Aero kann mit rund 37'000 Besuchernm aus 88 Ländern als Erfolg gewertet werden.


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Published: 25. April 2026

Written: 22. April 2026

Report No. 364

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