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Die Einheit wurde im Februar
1959 auf Befehl des Ministeriums für Nationale Verteidigung aus der 3.
Staffel des FG-1, deren Flugzeugbestand zwei Ketten MiG-17 und einige
Jak-11 umfasste, auf dem Flugplatz Cottbus gebildet. Im Juni gleichen
Jahres erhielt sie als erste und einzige Einheit der NVA die ersten
beiden Exemplare des sowjetischen Frontbombers IL-28. Die Flugzeuge
stammten von dem in Neu-Welzow stationierten 11. Selbstständigen
Aufklärungsfliegerregiment der 16. Luftarmee, das auch die Umschulung
deutscher Besatzungen auf diesen Typ durchführte. Da der Staffel erst
1966 die Eigenbezeichnung Zieldarstellungsstaffel 21 (ZDS-21) zugewiesen
wurde, wurde intern auch von der Kommandostaffel gesprochen, weil sie
ihre Einsatzbefehle direkt vom Kommando LSK/LV erhielt. Anfangs wurden
nur Zieldarstellungsflüge für die Jagdfliegereinheiten im „kalten
Schuss“ durchgeführt. Ab dem Frühjahr 1960 wurden die IL-28 mit einer
Kabeltrommel im Bombenschacht ausgerüstet, mit deren Hilfe an einem
2000-Meter-Stahlkabel ein acht Meter langer Luftsack ausgefahren werden
konnte. Ausser Jagdfliegern nutzten auch Einheiten der Flugabwehr und
der Volksmarine diese Art der Gefechtsausbildung.
Im Herbst 1960 erhielt die Kommandostaffel nochmals eine Kette Jak-11,
die aber bereits im Sommer 1961 wieder abgegeben wurde. In diesem
Zeitraum erfolgten die Einsätze hauptsächlich von den Standorten
Trollenhagen und Tutow aus. Anschliessend verlegte die Staffel erstmals
nach Peenemünde, wo sie eine ebenfalls aus sowjetischen Beständen
stammende Schulmaschine IL-28U erhielt, mit der weitere Besatzungen
ausgebildet wurden.
Am 1. Dezember 1964 begann eine bis 1971 andauernde Stationierung in
Drewitz. Mit einem Unterstellungswechsel des Verbandes zur 1. LVD im
Jahre 1966 erfolgte auch die Umbenennung in Zieldarstellungsstaffel 21.
Von April 1971 bis November 1972 erfolgte eine Stationierung in
Trollenhagen, wo die Einheit der 3. LVD unterstellt wurde und die
Bezeichnung Zieldarstellungsstaffel 33 (ZDS-33) erhielt. Ihren
endgültigen Heimatstandort erhielt sie nach dem letztmaligen Umzug nach
Peenemünde am 14. November 1972 und der operativen Unterstellung unter
das JG-9 einen Tag später. Die Zieldarstellungsflüge fanden nun
gleichbleibend für die Fla-Truppen über den Flakschiessplätzen Zingst
und Ueckermünde statt. Für die Übungen der Jagdfliegerkräfte, an denen
sich auch tschechoslowakische und sowjetische Piloten beteiligten, stand
die östlich der Greifswalder Oie gelegene Luftschießzone II (LSZ II)
über der Ostsee zur Verfügung.
Ende der 1970er Jahre begann die allmähliche Ausmusterung der IL-28, die
durch die L-39 ersetzt wurde. Im September/Oktober 1979 wurden die
ersten Besatzungen beim Fliegerausbildungsgeschwader 25 in Bautzen auf
den neuen Typ eingewiesen. Am 13. März 1980 wurden vom FAG-25 zwei
L-39ZO an die ZDS-33 abgegeben. Nach Ausmusterung der letzten IL-28
verfügte die Kette somit über vier L-39. Die solcherart auf die Hälfte
der Flugzeugstärke reduzierte Einheit wurde am 1. Dezember 1981 in
Zieldarstellungskette 33 (ZDK-33) umbenannt. Eine zwischenzeitliche,
durch Baumassnahmen auf dem Heimatstandort notwendig gewordene Verlegung
erfolgte vom 17. Januar bis zum 1. Dezember 1985 nach Garz/Flugplatz
Heringsdorf. 1987 kam als Zuführung die L-39ZO hinzu. Die L-39ZO wurden
als Trägerflugzeuge für die Luftsackcontainer LZA-07 eingesetzt. Mit der
Wiedervereinigung stellte die ZDK-33 am 3. Oktober 1990 ihre Arbeit ein. |